
quelle: Udo Grimmberg, wikipedia, creative commons
Auf der Internet-Seite von Jutta Ditfurth findet sich das Schriftstück, in dem sie dem Wahlamt im Jahr 2008 ihren Rücktritt als Stadtverordnete für die ÖkolinxARL in Frankfurt am Main mitteilt. Sie beklagt sich über Mobbing durch Stadtverordnete von CDU, SPD, FDP und den Grünen, Änderungen der Geschäftsordnung zu ihren Ungunsten und das langsame Verhungern lassen ihrer Arbeit dadurch, dass ihr weder Redezeit noch finanzielle Mittel in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt werden.
Es klingt viel Ohnmacht und Wut in ihrem Schreiben durch; eine Idealistin ist aufgerieben und zermürbt durch die real existierenden Klüngel der Geld-Stadt Frankfurt.
Von Wut und Ohnmacht erzählt auch ihr Buch mit dem etwas sperrigen Titel “Kriege, Atom, Armut. Was sie reden, was sie tun: die Grünen“, das 2011 im Verlag Rotbuch erschien.

In drei großen Exkursen Krieg, Atom und Armut ( wobei hier nur auf den Teil eingegangen werden soll, der sich mit dem Bereich “Atom” befasst) vergleicht sie Ideal und Realität der Kernthemen, mit denen die BI-Gruppen und Linke in den Siebziger Jahren an den Start gegangen waren, um etwas Neues in der Politiklandschaft der BRD zu versuchen. Heute sieht Ditfurth diesen Versuch als gescheitert an: aus Machtgier ist eine “grüne” Partei geworden, die ihre Ideale verraten hat; von den ursprünglichen Ansätzen ist nichts mehr zu sehen.
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